Links und Infos zur Umgebung

Hier findet Ihr ein paar Informationen über unsere Umgebung. Um Euch nicht allzusehr zu strapazieren, haben wir für weiterführende Informationen passende Links herausgesucht, damit Ihr bei Bedarf nachlesen könnt, was Euch besonders interessiert. Diese Seite soll nur kurz zeigen, was es gibt. Und das ist nur ein winziger Ausschnitt.

Algodonales

Die 5.600-Seelen-Gemeinde, zu der Madrigueras gehört, ist eines der sogenannten "Pueblos Blancos"; jener weißen Dörfer, die im Süden Andalusiens berühmt sind. Seine Lage am Südrand der Sierra de Líjar und am Nordrand der Sierra de Grazalema sorgen für ideale Wind- und Thermikbedingungen, deretwegen Gleitschirm- und Drachenflieger aus ganz Europa hierher pilgern, um im Spätherbst und Frühjahr die Flugsaison zu bestreiten. 

 

Algodonales ist ein sympathisches kleines Städtchen, das im Begriff ist, sich dem internationalen Tourismus zu öffnen. Dadurch hat es bislang noch seine Ursprünglichkeit bewahrt, obwohl sich hier alles Notwendige findet, um seine Ferien zu verbringen. Einkaufsmöglichkeiten, Bars/Cafés, Restaurants, Apotheken, Tierarzt, Schwimmbad, alles da. Gleichzeitig ist es idealer Ausgangspunkt für Unternehmungen in die nähere und weitere Umgebung.

 

Die Algodoleños sind nicht nur gastfreundlich sondern auch sehr sportlich. Viele Einheimische organisieren sich in Mountainbike-, Rennrad- oder Laufgruppen. Das alljährliche MTB-Rennen hoch auf den Berg Mogote im Spätherbst lockt zahlreiche Teilnehmer aus der ganzen Provinz an, genauso wie diverse Lauf- und Trailrunning- und sogar Triathlon-Veranstaltungen. 

 

Für weitere Informationen über die Angebote und das Dorfleben siehe http://www.turismoalgodonales.com/de/

Sierra de Grazalema

Die Sierra de Grazalema ist hier allgegenwärtig. Man sieht sie von fast jedem Punkt in der Gegend. Sie bestimmt das Klima und die Stimmung und sorgt für Wasser und Nahrung. Zugleich bietet sie mit ihren Bergen bis 1.600m Höhe zahlreiche Möglichkeiten für Unternehmungen in der freien Natur.

 

Der Reichtum an Pflanzen- und Tierarten ist für Europa einzigartig. Zum Beispiel finden sich hier sehr seltene Kolonien von Geiern, die es bei einer Wanderung zu beobachten gibt. Es ist ein unglaubliches Erlebnis, wenn man auf dem Gipfel eines der Berge steht und diese majestätischen Vögel in unmittelbarer Nähe an einem vorbeigleiten.

 

Der größte Teil der Sierra ist geschützer Naturpark. Deshalb muss man für einige Ziele zuvor eine Genehmigung einholen. Für manche Orte (wie z. B. dem Gipfel des höchsten Berges, dem Torreón) gibt es ein Limit bezüglich der Anzahl täglicher Besucher. Fragt uns darum, wenn Ihr eine "Expedition" plant. Wir helfen Euch gern bei der Planung.

 

Ausführliche Informationen über die Sierra findet Ihr hier: http://www.cadizturismo.com/espacios-naturales/parque-natural/sierra-de-grazalema/

 

Ronda

Ahhh, Ronda... wir müssen zugeben, dass bei unserer Erkundungsreise durch Andalusien, als es darum ging, wo wir uns niederlassen wollen, Ronda den Ausschlag gegeben hat. Diese Stadt ist einfach bezaubernd, und wer hier in der Gegend Urlaub macht, muss mindestens einmal in Ronda gewesen sein.

 

Die Stadt wird durch die Tajo-Schlucht des Flusses Guadalevín in zwei Teile geteilt. Über die Schlucht führt die spektakuläre, über 100m hohe Brücke "Puente Nuevo", Wahrzeichen der Stadt und Motiv tausender Urlaubsfotos auf Instagram ;-). Nördlich davon liegt die Neustadt, südlich davon die alte maurische Stadt mit engen Gassen und wunderschönen Häuschen. Ronda kann man nicht beschreiben, das muss man einfach erlebt haben.

 

Wir empfehlen einen Besuch an einem Werktag, denn am Wochenende strömen tausende Tagesbesucher aus dem Umland in die Stadt, und dann wird es voll.

 

Mehr über Ronda gibt es hier: http://www.andalucia.org/de/reiseziele/.../ronda/

Grazalema

Als Namensgeber der Sierra de Grazalema ist dieses Dorf eines der Highlights der "Pueblos Blancos". Eingebettet in einem Kessel zwischen mehreren Berggipfeln liegt Grazalema auf ca. 800m Höhe über dem Meer. Allein schon die Fahrt dorthin über die kurvigen Bergstraßen ist einzigartig. Grazalema ist im Herbst immer Schauplatz der "Fiesta de los Bandoleros", bei der das alte Erbe der Räuber hochgehalten wird, die sich dereinst in den Höhlen im umliegenden Gebirge versteckt hielten. Teilnehmer aus der ganzen Provinz Cádiz kommen als Räuber verkleidet, teils mit Esel, teils zu Pferd, aber fast immer mit lauten Pistolen "bewaffnet", zusammen, um nach altem Brauch zu feiern. Ein riesiges Spektakel. 

 

Aber auch ohne Bandoleros ist Grazalema zu allen Jahreszeiten wunderschön. Im Winter gibt es hier sogar manchmal Schnee.

 

Die Toursimsusseite von Grazalema findet Ihr hier: http://www.turismograzalema.info/deutsch.html. Ein paar mehr Informationen, allerdings nur auf Spanisch, gibt es auf http://www.grazalema.es/opencms/opencms/grazalema/turismo/

Zahara de la Sierra

Zahara de la Sierra (oder kurz: Zahara) ist unser Nachbarort, nur 15 Minuten von Madrigueras entfernt. Was wir in unserem ersten Sommer hier gelernt haben, ist dass die Zahareños wissen, wie man feiert. Das sind echte Pros. Im Sommer ist Fiesta-Saison. Da geht die Post erst so richtig nach Mitternacht ab, bis in die frühen Morgenstunden.

 

Bei Tag ist Zahara ein beschauliches und wunderhübsches Dörfchen, auf spektakuläre Weise an einem steilen Berg rund um eine Burgfestung angelegt. Wer hier hinauf will, muss gut zu Fuß sein. Aber der schöne Ortskern, die Bars und Cafés und der atemberaubende Ausblick auf den Stausee und die umliegende Gegend lohnen die Anstrengung. Zahara muss man gesehen haben.

 

Umfangreiche Informationen, allerdings nur auf Spanisch, bietet die offizielle Seite von Zahara:  http://www.zaharadelasierra.es/

Der "Caminito del Rey"

Bis 2014 war dies noch einer der gefährlichsten Wanderwege der Welt; inzwischen hat die Provinzregierung von Málaga den Weg aufwendig rekonstruiert und für die breite Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Neueröffnung war am 29. März 2015.

 

Der Caminito del Rey war einst ein Wirtschaftsweg für Arbeiter und Ingenieure des von 1903 bis 1905 gebauten Wasserkraftwerks, das den Fluss Guadalhorce zur Energiegewinnung nutzte. Er bestand aus Betonplatten, die auf in den Fels eingelassenen Stützen ruhten. Bis zu 100m hoch über dem Fluss. Seinen Namen erhielt der Weg, als ihn der spanische König zur feierlichen Eröffnung des Wasserkraftwerks beschritt. Später machten auch die Einheimischen regen Gebrauch von der Nord-Süd-Verbindung zwischen den Anrainerdörfern der Schlucht.

 

In den letzten Jahrzehnten verlor der Weg jedoch immer mehr an wirtschaftlicher Bedeutung, und Wind und Wetter sowie Vandalismus sorgten dafür, dass der Weg zusehends verfiel. Als die Begehung zu gefährlich wurde, sperrte die Regierung den Zutritt und versuchte durch Abbruch der Einstiege, den Zugang zu verhindern. Dies war natürlich eine besondere Herausforderung für Kletterer und Abenteurer, den teilweise stark verfallenen Weg zu begehen. Einige tödliche Abstürze hatten schließlich zur Folge, dass der Zutritt zuletzt bei Strafe verboten war, was die Fans dennoch nicht davon abhielt, den Nervenkitzel zu suchen. Zahlreiche YouTube-Videos zeigen, wie schwindelerregend die Passage teilweise war.

 

Zwischen Sommer 2014 und Frühjahr 2015 ist nun oberhalb des originalen Weges ein Holzbohlensteg errichtet worden, der nicht mehr so gefährlich ist und die atemberaubende Schlucht dem normalen Wanderer zugänglich macht. Die Besucherzahl ist aber begrenzt. Wer dort hinmöchte, muss sich darum zuvor anmelden. Bis September 2015 ist der Zugang noch kostenlos. 

 

Der Caminito del Rey ist ca. 90 Autominuten von uns entfernt. Das Erlebnis solltet Ihr Euch nicht entgehen lassen, wenn Ihr in der Gegend seid. Hier findet Ihr übrigens einen Blogeintrag und zahlreiche Fotos unserer ersten Begehung nach seiner Wiedereröffnung im April 2015: Blog 29-04-2015

 

Reichhaltige Informationen zum Caminito heute und früher findet Ihr auf: http://www.caminitodelrey.info/de/5146/entdecke-caminito